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Was Wien noch darf — Platz über den Dächern
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Was Wien noch darf — Platz über den Dächern

Auf 15 709 Wiener Häusern wäre nach der Bauklasse noch mindestens ein ganzes Geschoss erlaubt — zusammen rund 2,8 Mio. m² Nutzfläche. Gerechnet für jedes Haus der Stadt aus dem amtlichen Dachmodell und der Flächenwidmung.

Stand Oktober 2026

2,8 Mio. m²

Nutzfläche, die die Bauklassen über Wiens Dächern noch erlauben würden

Häuser geprüft (Wohn- und gemischtes Bauland, ab 50 m² Grundfläche)41 957
mit Platz für mindestens ein weiteres ganzes Geschoss15 709
schon höher, als ihre Bauklasse heute erlaubt12 935
Bruttogeschossfläche dieser Geschosse3,8 Mio. m²

Die Flächenwidmung teilt Wiens Bauland in Bauklassen ein: Bauklasse I erlaubt Gebäude bis 9 m, II bis 12 m, III bis 16 m, IV bis 21 m, V bis 26 m (§ 75 Bauordnung für Wien). Das Dachmodell der Stadt misst für jedes Haus, wie hoch es heute tatsächlich ist. Zieht man das eine vom anderen ab, bleibt die Luft über jedem Dach — in ganzen Geschossen zu 3 m, mal der gemessenen Grundfläche. Das ist dieselbe Rechnung, die Azima für eine einzelne Adresse anstellt, hier für 41 957 Häuser im Wohn- und gemischten Bauland.

Wo die Reserve liegt

Donaustadt, Floridsdorf, Favoriten und Liesing tragen zusammen 49 % der Reserve. 41 % davon liegen in Bauklasse I — bis 9 m —, wo viele Häuser ein Geschoss niedriger sind, als sie sein dürften.

Wo keine Luft mehr ist

In Josefstadt, Mariahilf und Neubau liegt bei rund 66 % der Häuser die gemessene Traufe über der Obergrenze ihrer Bauklasse, in ganz Wien bei 12 935 Häusern. Das heißt nicht, dass dort nichts geht — Dachgeschosse entstehen im Dachraum, und Pläne setzen eigene Höhen. Es heißt: Wiens Reserve an ganzen Geschossen liegt nicht in den dichten Bezirken innerhalb des Gürtels, sondern zum Stadtrand hin.

Alle 23 Bezirke

1. Donaustadt · 3 643 von 5 576 Häusern518 000 m²
2. Floridsdorf · 2 309 von 4 076 Häusern365 000 m²
3. Favoriten · 1 200 von 2 791 Häusern269 000 m²
4. Liesing · 1 700 von 4 130 Häusern241 000 m²
5. Penzing · 1 075 von 3 209 Häusern178 000 m²
6. Simmering · 519 von 1 243 Häusern146 000 m²
7. Landstraße · 351 von 1 293 Häusern145 000 m²
8. Meidling · 514 von 1 634 Häusern107 000 m²
9. Ottakring · 540 von 2 111 Häusern100 000 m²
10. Hernals · 569 von 1 626 Häusern95 000 m²
11. Rudolfsheim-Fünfhaus · 352 von 1 371 Häusern89 000 m²
12. Hietzing · 738 von 2 695 Häusern85 000 m²
13. Döbling · 630 von 2 495 Häusern80 000 m²
14. Brigittenau · 244 von 688 Häusern74 000 m²
15. Währing · 377 von 1 570 Häusern65 000 m²
16. Leopoldstadt · 194 von 1 069 Häusern59 000 m²
17. Margareten · 226 von 879 Häusern57 000 m²
18. Alsergrund · 152 von 778 Häusern46 000 m²
19. Wieden · 103 von 579 Häusern25 000 m²
20. Innere Stadt · 64 von 553 Häusern24 000 m²
21. Neubau · 83 von 647 Häusern20 000 m²
22. Mariahilf · 70 von 528 Häusern19 000 m²
23. Josefstadt · 56 von 416 Häusern16 000 m²

Nutzfläche der zusätzlichen ganzen Geschosse, auf 1.000 m² gerundet; Häuser mit Platz für mindestens ein Geschoss von allen geprüften.

Was dagegen steht

Von der Bruttogeschossfläche liegen 385 000 m² (10 %) in Schutzzonen, 139 000 m² im UNESCO-Weltkulturerbe und 84 000 m² unter einer Bausperre. Sie bleiben in der Summe, weil ein Vorbehalt keine Zahl löscht — dort entscheidet im Einzelfall die Stadtbildprüfung.

Was diese Zahl nicht ist

Azima-Puppenhaus der Beispieladresse Schrankgasse 10: das gemessene Haus von schräg oben, die Wohnung offen, Sonnenstand und Schatten.
Und für ein bestimmtes Haus? Azima rechnet dieselbe Regel für eine Adresse — Aufstockung, Dachausbau, Neubau, das Grundstück aus dem Kataster und die Bauträgerrechnung mit jeder Annahme offen. Dazu, was kein Plan zeigt: wie das Licht in die Wohnungen fällt. Deine Adresse prüfen →
Azima für Makler & Bauträger →

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Häufige Fragen

Wie viel Fläche könnte Wien durch Aufstockung gewinnen?

Nach den Bauklassen der Flächenwidmung rund 2,8 Mio. m² Nutzfläche (3,8 Mio. m² Bruttogeschossfläche) auf 15 709 Häusern. Das ist eine Obergrenze: Bebauungspläne setzen oft niedrigere Höhen, und Schutzzone, Statik und Eigentum entscheiden im Einzelfall.

Wo in Wien ist am meisten Platz für Aufstockungen?

Donaustadt, Floridsdorf, Favoriten und Liesing tragen zusammen 49 % der Reserve. Dort stehen viele Häuser, die niedriger sind, als ihre Bauklasse erlauben würde.

Warum stehen so viele Häuser über ihrer Bauklasse?

Die Bauklasse ist die heutige Obergrenze; viele Häuser sind älter als die heutige Widmung. In Josefstadt, Mariahilf und Neubau liegt bei rund 66 % der Häuser die gemessene Traufe darüber. Dazu kommt: die Traufe im Dachmodell ist nicht genau die Gebäudehöhe der Bauordnung.

Wie wurde gerechnet?

Je Haus: zulässige Höhe nach Bauklasse minus gemessene Traufe aus dem Dachmodell der Stadt Wien, in ganzen Geschossen zu 3 m, mal gemessener Grundfläche; Nutzfläche 75 % der Bruttogeschossfläche. Nur Häuser ab 50 m² Grundfläche und 2,8 m Traufe im Wohn- und gemischten Bauland mit Bauklasse I bis V. Der Dachraum ist nicht mitgezählt.

Quellen: Stadt Wien — Generalisiertes Dachmodell LOD2.1 (CityGML), data.wien.gv.at, CC BY 4.0 · Stadt Wien — Generalisierte Flächenwidmung und Zonen (OGD-WFS), Abruf 2026-09-23, data.wien.gv.at, CC BY 4.0 · Stadt Wien — Bezirksgrenzen, data.wien.gv.at, CC BY 4.0. Bearbeitet: Rechnung je Haus durch Vienna Living Map (scripts/generate-potenzial-wien.mjs), Stand 2026-10-09. Keine Rechtsauskunft — verbindlich ist das Plandokument der Stadt Wien.

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