Kommt die Sonne an dein Fenster? Der Licht-Check für Wien
Im Exposé steht „lichtdurchflutet". Hier wird nachgerechnet — aus den amtlich gemessenen Traufhöhen der Nachbarhäuser, für jede Himmelsrichtung und für dein Geschoß.
Eine Wohnung sieht man zwanzig Minuten lang, an einem Tag, zu einer Uhrzeit. Ob im Dezember überhaupt Sonne hereinkommt, entscheiden die Häuser gegenüber — und das sieht man aus der Wohnung heraus nicht. Azima rechnet es für eine Adresse: den echten Verbauungshorizont rund ums Haus, die Sonnenbahn darüber, und was unten und weiter oben davon übrig bleibt.
Licht-Check starten →Wie es funktioniert
Was den Unterschied macht
Die meisten Sonnen-Werkzeuge funktionieren überall auf der Welt — und müssen deshalb überall mit denselben Worten über Genauigkeit sprechen. Sie können nicht Adresse für Adresse zugeben, ob dort ein amtliches Dachmodell liegt oder ob ein Haus mit drei Metern angenommen wurde. Azima deckt nur Wien ab, und genau deshalb kann der Satz auf dem Bildschirm stehen: wie viele der verschattenden Nachbarn mit amtlich gemessener Traufhöhe im Horizont stehen. Wo dieser Anteil zu dünn ist, kommt keine Zahl.
Häufige Fragen
Wie viel direkte Sonne hat eine Wohnung in Wien?
Das hängt weit weniger an der Himmelsrichtung als daran, was gegenüber steht. In einer engen Gründerzeit-Gasse liegt eine Südwohnung früh am Nachmittag im Schatten, während der vierte Stock im selben Haus die Sonne noch stundenlang hat. Der Licht-Check rechnet den echten Verbauungshorizont rund um eine Adresse — für jede Himmelsrichtung die Höhe, über die die Sonne erst hinweg muss — und hält die Sonnenbahn des Tages dagegen.
Auf welchen Daten beruht das?
Die Gebäudehöhen kommen aus dem Generalisierten Dachmodell der Stadt Wien (LOD2.1, CC BY 4.0) — Traufe und First, gemessen statt geschätzt. Wo es fehlt, zählt ein OpenStreetMap-Eintrag. Das Gelände kommt aus dem Copernicus-Höhenmodell, der Sonnenstand aus der Astronomie. Geraten wird nichts.
Was passiert, wenn die Datenlage nicht reicht?
Dann kommt keine Zahl, sondern der Grund samt Abdeckung. Eine erfundene Stunde Sonne ist schlimmer als keine Auskunft, weil danach niemand mehr der richtigen glaubt. Das ist der eine Punkt, den die meisten Sonnen-Werkzeuge nicht tun: sie liefern immer ein Ergebnis.
Macht das Stockwerk einen Unterschied?
Einen großen. Sonnenkarten hören an der Hausmauer auf; hier läuft die Rechnung daran hoch. In einer tiefen Gasse erreicht die flache Wintersonne das Erdgeschoß nie und läuft weiter oben trotzdem über die Nachbardächer — dieser Unterschied wird aus denselben echten Gebäudehöhen gemessen, und der Check sagt, ob es ihn an dieser Adresse gibt.
Verlässt meine Adresse das Gerät?
Sie geht für die Nachbarhäuser an OpenStreetMap — und sonst nirgendwohin. An diese Seite geht nichts zurück, das Ergebnis bleibt auf dem Gerät. Nachprüfbar im Netzwerk-Tab.
Was kostet der Licht-Check?
Nichts. Kein Konto, keine Anmeldung, kein Tracking.
Quellen: Stadt Wien — Generalisiertes Dachmodell LOD2.1 (CC BY 4.0) · OpenStreetMap-Mitwirkende (ODbL) · Copernicus-Höhenmodell · Sonnenstand astronomisch gerechnet. Es ist eine Rechnung, kein Gutachten: über Vorhänge, die Hofseite oder einen Balkon über deinem Fenster sagt sie nichts.