Sonne im neuen Geschoss — wie hell Wiens Aufstockungen wären
Auf 12 319 Wiener Häusern mit Platz für ein weiteres Geschoss bekäme das neue Geschoss am 21. Dezember im Mittel 6,5 Stunden direkte Sonne — der erste Stock darunter 5,4. Gerechnet für jedes Haus aus den amtlichen Traufhöhen seiner Nachbarn.
6,5 h
direkte Sonne am 21. Dezember im neuen Geschoss, im Mittel — 5,4 h im ersten Stock darunter
„Was Wien noch darf" zählt, wo nach der Bauklasse noch ein ganzes Geschoss erlaubt wäre. Diese Seite fragt weiter: Wie hell wäre es dort? Für jedes dieser Häuser baut die Rechnung den Horizont aus den gemessenen Traufhöhen aller Nachbarn im Umkreis von 150 m — einmal gesehen aus der Fensterhöhe des neuen Geschosses (1,5 m über der heutigen Traufe), einmal aus 4,5 m, etwa dem ersten Stock. Dann läuft die Sonne an drei Stichtagen darüber. Es ist dieselbe Rechnung, die Azima für eine einzelne Adresse anstellt, hier für 12 319 Häuser: 78 % aller Häuser mit Luft — bei den übrigen 3 390 kennt das Dachmodell die Nachbarschaft nicht vollständig, und eine halbe Nachbarschaft würde Sonne erfinden.
Drei Stichtage
Mittlere direkte Sonne im neuen Geschoss; der erste Stock (4,5 m über Grund) im Kleingedruckten jeder Zeile.
Was das neue Geschoss im Dezember gewinnt
586 der gerechneten Häuser haben einen ersten Stock, der am 21. Dezember keine direkte Sonne bekommt — bei 292 davon bekäme das neue Geschoss mindestens zwei Stunden. Das ist der Unterschied, den ein Geschoss in einer Wiener Gasse macht: nicht nur mehr Fläche, sondern Licht, wo keines war.
Wo der Gewinn am größten ist
Unter den Bezirken mit mindestens 100 gerechneten Häusern gewinnt das neue Geschoss in Margareten, Brigittenau und Leopoldstadt am meisten Dezembersonne gegenüber dem ersten Stock (3,4 h, 3,0 h, 2,8 h): dichte Gassen, in denen der erste Stock im Schatten des Hauses gegenüber sitzt und das neue Geschoss darüber hinwegsieht. In Donaustadt, Liesing und Floridsdorf ist der Unterschied am kleinsten (0,3 h, 0,4 h, 0,5 h) — niedrig, offen, der erste Stock hat seine Sonne schon.
Alle 23 Bezirke
Mittlerer Gewinn an direkter Sonne am 21. Dezember, neues Geschoss gegen ersten Stock; gerechnete Häuser von allen mit Luft. Bezirke unter 30 gerechneten Häusern tragen keine Zahl.
Was diese Zahl nicht ist
- Die Sonne an einem Punkt über dem Haus, rundum gesehen — nicht die Sonne an einem Fenster. Ein Geschoss hat mehrere Seiten; die Ausrichtung jedes Fensters entscheidet.
- Die Fensterhöhe des neuen Geschosses ist eine Annahme: 1,5 m über der heutigen Traufe. Ein Geschoss, das tiefer oder höher sitzt, sieht einen anderen Horizont.
- Nur Gebäude verschatten: der Horizont ist aus Traufhöhen gebaut. Bäume, Gelände und die Dachformen der Nachbarn sind nicht darin — am Hang oder unter alten Bäumen ist das echte Licht ein anderes.
- Nur, wo das Dachmodell die ganze Nachbarschaft kennt: 3 390 Häuser mit Luft bleiben lieber ohne Zahl als mit einer geratenen.
- Ob das Geschoss gebaut werden darf, entscheiden Bebauungsplan, Schutzzone, Statik und Eigentümer — diese Zahl kennt keines davon.
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Häufige Fragen
Wie viel mehr Sonne bekommt ein neues Geschoss als der erste Stock?
Über 12 319 Häuser im Mittel 1,1 Stunden mehr direkte Sonne am 21. Dezember (6,5 gegen 5,4 Stunden); der Median liegt bei 0,3 Stunden. Im Juni sind es 14,4 gegen 13,4 Stunden — die hohe Sommersonne kommt über die meisten Nachbarn ohnehin hinweg.
Warum der Dezember?
Am 21. Dezember steht die Sonne am tiefsten — in Wien mittags etwa 18°. Dann zählt jede Nachbartraufe. Ein Geschoss, das im Dezember Sonne bekommt, bekommt sie das ganze Jahr; ein erster Stock, der im Dezember dunkel bleibt, ist es monatelang.
Heißt das, meine Dachgeschosswohnung wäre hell?
Nein. Die Zahl ist die Sonne an einem Punkt über dem Haus, rundum gesehen. Ein Geschoss hat Fenster nach mehreren Seiten; wie viel ein einzelnes Fenster bekommt, entscheidet seine Ausrichtung. Azima rechnet das für eine Adresse und, aus dem Grundriss, für jedes Zimmer.
Wie wurde gerechnet?
Je Haus mit Luft für mindestens ein ganzes Geschoss (wie in „Was Wien noch darf"): Horizont aus den amtlichen Traufhöhen aller Nachbarn im Umkreis von 150 m (Dachmodell LOD2.1), gesehen aus 1,5 m über der heutigen Traufe und aus 4,5 m; direkte Sonne am 21. Dezember, 21. März und 21. Juni in 5-Minuten-Schritten. Nur, wo das Dachmodell die Nachbarschaft vollständig kennt und mindestens 8 Nachbarn den Horizont bilden.
Quellen: Stadt Wien — Generalisiertes Dachmodell LOD2.1 (CityGML), data.wien.gv.at, CC BY 4.0 · Stadt Wien — Generalisierte Flächenwidmung und Zonen (OGD-WFS), Abruf 2026-09-23, data.wien.gv.at, CC BY 4.0 · Stadt Wien — Bezirksgrenzen, data.wien.gv.at, CC BY 4.0. Bearbeitet: Rechnung je Haus durch Vienna Living Map (scripts/generate-sonne-wien.mjs), Stand 2026-10-09. Keine Rechtsauskunft — verbindlich ist das Plandokument der Stadt Wien.
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