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🏢 Der Unterschied

Verschattung durch Nachbargebäude — die Zahl, die eine Himmelsrichtung nicht liefert

„Südwest" steht in fast jedem Exposé. Es beschreibt eine Drehung, keinen Lichteinfall. Wer in der Vermarktung über Sonne schreibt, sollte die Nachbarbebauung eingerechnet haben — sonst steht im Inserat eine Angabe, die die Besichtigung widerlegt.

Der Nachbar ist eingerechnet

Die verbreiteten Werkzeuge rechnen innen mit einem Kompass und außen, wenn überhaupt, mit einer zugekauften Schattenkarte. Das ist zweierlei Wahrheit an einem Objekt: die Fassade weiß vom Nachbarhaus, das Zimmer dahinter nicht. Azima rechnet beides aus derselben Geometrie — die Stunde am Fenster IST die Stunde im Raum dahinter.

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Was gerechnet wird — und wo es aufhört

🏢Der Verbauungshorizont · 180 FächerRingsum wird in Zwei-Grad-Schritten gefragt, wie hoch die Bebauung in dieser Richtung steht. Das Ergebnis ist eine Linie, die im Bericht gezeichnet wird — darüber die Sonnenbahn. Wo die Bahn unter die Linie taucht, ist Schatten, und man sieht es, statt es glauben zu müssen.
🏢Die Geschoßabhängigkeit · nach oben hellerDerselbe Grundriss hat im zweiten Stock eine andere Antwort als im fünften, weil der Horizont mit der Höhe sinkt. Deshalb ist das Geschoß ein Eingabefeld und keine Fußnote.
🏢Was ein Nachbar nicht ist · die GrenzeBäume stehen im Bericht als eigener Satz, nicht im Horizont: ein Laubbaum verschattet im Juli und im Januar nicht, und beides in eine Jahreszahl zu mitteln wäre eine Erfindung. Gelände wird in der Innenstadt vernachlässigt; am Hang ist es die nächste ehrliche Baustelle.

Die Zahl, die nur aus einer Messung fällt, ist die verdeckte Zeit: wie lange die Sonne geometrisch dastünde und ein Nachbar sie wegnimmt. Sie trennt die Lage vom Wetter und die Jahreszeit von der Bebauung — und sie ist, offen gesagt, die unbequemste Zahl im Bericht. Sie bleibt trotzdem drin.

Häufige Fragen

Darf ich die Zahl in ein Exposé übernehmen?

Ja — das PDF ist dafür gemacht und trägt seine Grenzen mit, damit sie nicht unterwegs verloren gehen. Was nicht geht: die Zahl ohne den Satz weitergeben, der sagt, was sie nicht ist.

Was unterscheidet das von einer Schattenkarte im Netz?

Eine Schattenkarte zeigt den Schatten auf dem Boden zu einem Zeitpunkt. Hier wird für ein FENSTER über den ganzen Tag summiert, in Stunden, je Raum, mit der verdeckten Zeit daneben. Das eine ist ein Bild, das andere eine Zahl in einem Bericht.

Wie genau ist die Nachbargeometrie?

So genau wie das amtliche Modell: Gebäude als Körper mit gemessener Höhe. Vorsprünge, Erker und Dachaufbauten sind darin vereinfacht. Auf dem Blatt steht die Abdeckung, und wo sie dünn ist, steht das auch da.

Ändert sich die Zahl, wenn nebenan gebaut wird?

Ja, und das ist der Punkt. Der Bericht trägt ein Datum und die Datengrundlage — er ist eine Messung von einem Tag, keine Zusage für zehn Jahre.

Wird der Innenraum mitgerechnet?

Die Sonne wird an der Fassade gerechnet und je Raum dem am besten gelegenen Fenster zugeordnet. Was die Scheibe, der Vorhang und die Möblierung daraus machen, wird nicht gerechnet — und auch nicht behauptet.

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Nachbarhöhen aus dem Gebäudemodell der Stadt Wien (CC BY 4.0), ergänzt aus OpenStreetMap (ODbL). Die Adresse verlässt den Browser nicht: die Rechnung läuft auf dem Gerät.

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