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☀️ Messen

Besonnung je Raum: wie viele Stunden Sonne ein Fenster wirklich bekommt

Über das Licht in einem Zimmer entscheidet nicht die Himmelsrichtung, sondern das, was gegenüber steht. Azima rechnet für jedes Fenster den Sonnenstand Minute für Minute gegen den gemessenen Horizont ringsum — und nennt am Ende zwei Zahlen: wie viel Sonne insgesamt, und wie viel davon am Stück.

Gemessen, nicht geschätzt

Ein Südfenster ist kein Versprechen. In einem Gründerzeitblock steht die Sonne den halben Vormittag hinter der Feuermauer gegenüber, und ein Nordfenster im vierten Stock über einer breiten Gasse bekommt mehr Licht als ein Südfenster im Hochparterre eines engen Hofes. Genau diesen Unterschied kann eine Ausrichtungsangabe nicht ausdrücken — sie kennt das Nachbarhaus nicht.

An einer Adresse ausprobieren →

Was gerechnet wird — und wo es aufhört

☀️Der Sonnengang · astronomischFür den Stichtag wird die Bahn der Sonne über Wien in Zehn-Minuten-Schritten gerechnet: Azimut und Höhe. Das ist reine Astronomie und für jede Adresse in der Stadt fast dasselbe — die Unterschiede entstehen erst im nächsten Schritt.
☀️Der Horizont ringsum · gemessenAus den Höhen der umstehenden Gebäude entsteht ein Verbauungshorizont in 180 Fächern zu zwei Grad. Für jeden Zeitpunkt gilt: steht die Sonne höher als der Horizont in ihrer Richtung, kommt sie an — sonst nicht. Das eigene Haus zählt nicht mit.
☀️Was nicht gemessen wird · die GrenzeWas im Zimmer steht, kennt die Rechnung nicht: Vorhänge, Balkonplatten über dem Fenster, Laibungstiefe, Glasart. Gerechnet wird die Sonne AN der Fassade, nicht das Licht hinter der Scheibe. Dieser Satz steht auch auf dem PDF, denn das Blatt wird weitergereicht.

Deshalb steht auf dem Blatt neben der Gesamtsumme immer das längste ununterbrochene Fenster. Sechsmal dreißig Minuten und ein durchgehender Nachmittag ergeben dieselbe Summe und sind das Gegenteil voneinander — wer einen Raum zum Arbeiten sucht, meint das zweite.

Häufige Fragen

Woher kommen die Höhen der Nachbarhäuser?

Aus dem amtlichen Gebäudemodell der Stadt Wien und, wo es dünn ist, aus den Geschosszahlen der OpenStreetMap. Auf dem Blatt steht, welcher Anteil der Nachbarn tatsächlich eine gemessene Höhe trug — eine Abdeckung von 90 % ist etwas anderes als eine von 30 %, und der Leser soll das sehen können.

Warum ein Stichtag und nicht das ganze Jahr?

Weil ein Jahresmittel die Frage verfehlt. Interessant sind die Ränder: der 21. Juni sagt, wie warm es im Sommer wird, der 21. Dezember, ob im Winter überhaupt Sonne ankommt. Beide stehen im Bericht, dazu die Tagundnachtgleiche.

Gilt die Zahl für die Wohnung oder für das Fenster?

Für das Fenster, und je Raum wird das Fenster mit der besten Lage gerechnet. Eine Wohnung hat selten eine einzige Belichtung — deshalb steht die Tabelle je Raum da und nicht eine Zahl für alles.

Ist das ein Besonnungsnachweis nach ÖNORM?

Nein, und das steht ausdrücklich auf dem Blatt. Ein Nachweis nach ÖNORM B 8110-3 oder EN 17037 verlangt eine geprüfte Eingabegeometrie und eine Person, die dafür haftet. Das hier ist eine Messung aus offenen Daten — nachvollziehbar, aber kein Gutachten.

Kann ich das für eine Adresse ausprobieren?

Ja, ohne Anmeldung. Adresse eingeben, und die Rechnung läuft im Browser; ein Grundriss ist nicht nötig, dann steht ein Beispielplan im gemessenen Baukörper und sagt das auch.

Alle Messungen · Für Makler & Bauträger · Der Licht-Check

Grundlage: Gebäudemodell der Stadt Wien (data.wien.gv.at, CC BY 4.0) und OpenStreetMap (ODbL). Sonnenstände astronomisch gerechnet. Kein Besonnungsnachweis nach ÖNORM B 8110-3 oder EN 17037.

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