Das Dorf am Ende der Linie 60
Rodaun — ruhiges Wohnen an einer Straßenbahn, mit ehrlicher Fahrzeit
Eine Endschleife, ein Ortskern, der Wienerwald gleich dahinter: Rodaun ist das dörfliche Ende der Straßenbahn 60. Ruhig, grün, hügelig — und über eine einzige Linie mit der Stadt verbunden.
Die Karten-App navigiert nur zum Startpunkt — die kuratierte Route folgt in der Vienna Living Map. Das GPX mit der exakten Route herunterladen.
Man startet an der Endstation der Bim 60, wo das Dorf beginnt: eine Kirche, alte Häuser, dahinter steigt der Wienerwald an. Diese Runde geht den ruhigen Ortskern ab und stellt die Frage, die über einer Randlage wie dieser steht — was kostet die Ruhe an Fahrzeit? Kein Weg für kurze Stadtwege, sondern einer für alle, die abwägen: viel Grün und Stille am Ende der Linie, dafür ein längerer Weg zu allem, was belebter ist. Dieselbe 60 verbindet dieses Ende über die Villen von Speising bis in den dichten Gürtel — drei Wohnwelten an einer Bim.
Für wen ist dieser Weg?
Ein Weg für Familien und alle, die zwischen ruhiger Randlage mit längerer Fahrt und dichter, zentraler Lage abwägen. Man spürt hier, wie viel Grün und Stille am Ende einer Linie möglich ist — und wie sehr man dafür die Fahrzeit in den Alltag einplanen muss.
Gut zu wissen
Die Ruhe hat einen Preis in Zeit: Von Rodaun fährt die Bim 60 zuverlässig, aber lange — bis in belebtere Teile der Stadt dauert es spürbar. Für spontane, kurze Wege ist man hier weit weg.
Und es geht bergauf: Die Wohnlagen am Waldrand steigen an, der Heimweg mit Einkauf ist ein Thema. Ohne Auto plant man die eine Linie fest ein.
Der Weg in Kapiteln
- 1Am Ende der Linie
Hier endet die Bim 60: eine kleine Schleife, ein Wartehäuschen, dahinter der Ort. Von hier fährt eine einzige Linie in die Stadt — das ist die Verbindung, an der alles hängt. Man ist ruhig gelegen, aber nie ganz abgeschnitten.
- 2Der Ortskern
Rodaun war bis 1938 eine eigene Gemeinde, und das merkt man: eine Kirche, ein paar alte Häuser, ein Wirtshaus. Kein Wiener Grätzl, eher ein Dorf, das die Stadt eingeholt hat — und das seinen eigenen, langsamen Takt behalten hat.
- 3Hinauf an den Waldrand
Die Straßen steigen an, die Häuser werden kleiner, dahinter beginnt der Wienerwald. Wer hier wohnt, hat den Wald als Nachbarn und die Weite vor Augen — dafür geht es auf dem Heimweg spürbar bergauf.
- 4Die stillen Wohnstraßen
Zurück durch den Ort: Gärten hinter Zäunen, kaum Verkehr, viel Ruhe. Das ist die eine Wohnwelt der 60 — das dörfliche Ende. Dieselbe Linie fährt weiter über die Villen von Speising bis in den dichten Gürtel; drei sehr verschiedene Arten zu wohnen, verbunden durch eine Bim.
- 5Die Fahrzeit als Preis
Zurück an der Station. Von hier ist man mit der 60 zuverlässig, aber nicht schnell in belebteren Teilen der Stadt — bis zum Westbahnhof-Bereich dauert die Fahrt. Das ist der ehrliche Preis dieser Ruhe: viel Grün und Stille, dafür ein längerer Weg zu allem anderen.
Was unterwegs spürbar wird
Wohnlagen entlang des Weges
Die Weg-Kennzahlen bleiben getrennt vom Living Score — jedes Grätzl behält seinen eigenen.
Methodik & Ehrlichkeit
Die Linie ist der kürzeste Fußweg über das reale Wiener Gehnetz (OpenStreetMap, ODbL) zwischen handgesetzten Wegpunkten durch den Ortskern — echte Straßen, keine geschätzte Geometrie. Distanz und Schrittzahl folgen aus der gemessenen Länge (typische Schrittlänge 0,75 m, als Bandbreite). Grünanteil und Straßenbäume sind entlang der Linie aus offenen Daten abgelesen; die Nähe zu Hauptstraßen ist ein räumlicher Proxy aus der Straßenklasse, kein gemessener Lärmwert. „Drei Wohnwelten an der Linie 60" ist eine beschreibende These aus Bezirks-/Grätzl-Daten (dörflicher Rand ↔ Villen ↔ dichter Gürtel), hier nur am Rodauner Ende begangen; Fahrzeiten stammen aus dem Fahrplan, nicht aus Erfahrung. Bewusst NICHT enthalten: Höhenprofil, reale Taktzeiten, Meter-für-Meter-Schatten.
Häufige Fragen
Wie lang ist der Spaziergang?
Rund 2,2 km — je nach Schrittlänge etwa 2 700–3 100 Schritte. Reine Gehzeit ungefähr 29 Minuten, mit einer Pause im Ort eher 44. Der Weg steigt zum Waldrand hin an.
Wie kommt man von Rodaun in die Stadt?
Mit der Straßenbahn 60, die hier endet und über Speising und Hietzing bis in den Westbahnhof-Bereich fährt. „Fast im Zentrum" meint diesen Bereich, nicht die Innenstadt — die Fahrt dauert, das gehört ehrlich dazu.
Warum „drei Wohnwelten"?
Weil dieselbe Linie 60 sehr Verschiedenes verbindet: das dörfliche Rodaun, die Villen- und Gartenlagen um Speising und Hietzing und den dichten Teil von Rudolfsheim. Diese Runde geht das ruhige Ende ab; die anderen Welten liegen an derselben Bim.